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Brennstoffzellenbusse zeigen heute schon, wo die Zukunft hinführt

Um Mobilität nachhaltig zu sichern, hat der Daimler Konzern in seinem Nutzfahrzeugbereich die Initiative „Shaping Future Transportation“ ins Leben gerufen. Leitgedanke dabei ist es, Ressourcen zu schonen, Emissionen aller Art zu reduzieren und gleichzeitig höchstmögliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Mit dem Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid ist dabei ein wichtiger Schritt bei der Verwirklichung der Vision vom emissionsfreien Nutzfahrzeug gelungen.

Dieses Fahrzeugkonzept ist weltweit einzigartig: zwei Brennstoffzellensysteme aus der Mercedes B-Klasse F-Cell als Stromlieferant gekoppelt mit einem seriellen Hybrid-Antrieb. Ein Verbrennungsmotor wird damit überflüssig. Als Zwischenspeicher für die erzeugte elektrische Energie dient eine leistungsstarke, wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterie. Über einen Hochvolt-Zwischenkreis mit 650 Volt versorgt die Batterie sowohl die beiden elektrischen, flüssigkeitsgekühlten Radnabenmotoren an der Antriebsachse mit insgesamt 160 kW Leistung als auch die Nebenaggregate des Fahrzeugs. So ist es möglich, beim Abbremsen des Fahrzeugs Energie zurückzugewinnen (Rekuperation) und in der Batterie zu speichern. Als einziges „Abgas“ entsteht in der Brennstoffzelle lediglich harmloser Wasserdampf.

EMISSIONSFREI DURCH DIE STADT

Der Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid ist also ein echtes Zero-Emission-Vehicle (ZEV). Mit ihm können Sie auch besonders umweltsensible Strecken wie z. B. Fußgängerzonen oder Umweltzonen in belasteten Innenstädten emissionsfrei befahren.

Die innovative Antriebstechnologie des Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid wird künftig zur Verbesserung der Luft- und Umweltqualität in unseren Städten beitragen. Weil die Brennstoffzelle als Energielieferant einen ohnehin höheren Wirkungsgrad erreicht als ein Verbrennungsmotor und weil durch Rekuperation zusätzlich Bremsenergie zurückgewonnen wird, fällt die Energiebilanz im Betrieb des Stadtbusses ausgesprochen positiv aus. Die eingesetzten Ressourcen werden so konsequent geschont. Dazu gehört auch, dass sich die kleiner dimensionierten Brennstoffzellensysteme im Vergleich zum Vorgängerprodukt dem Mercedes-Benz Citaro BZ ( O 530 BZ ) durch eine dreimal höhere Betriebsdauer von ca. 12.000 h bzw. 6 Jahren auszeichnet.

HAMBURG, BOZEN, STUTTGART, MAILAND

Derzeit sind 23 Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid Busse in 6 Städten in Europa im Einsatz. Dabei haben die 5 Busse der Postauto Schweiz im Kanton Aarau in den Alpen bisher die meisten Kilometer gesammelt. An zweiter Stelle folgen die 4 Busse, die von der Hamburger Hochbahn betrieben werden. An dritter Stelle stehen die 5 Busse, die von der società autobus servizi d’area (SASA) in Bozen betrieben werden. Weitere 3 Busse sind in Mailand im Einsatz, 4 Busse sind in Stuttgart bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) und zwei Busse beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Die Europäische Union bekundet ihre Unterstützung bei der Weiterentwicklung und der Einführung von Brennstoffzellenbussen u.a. im CHIC (Clean Hydrogen in European Cities) Projekt, welches u.a. die Demonstrationsflotten in Hamburg(DE), Aargau (CH), Mailand (IT) und Bozen (IT) beinhaltet.

LEISE UND KOMFORTABLES FAHREN

Insgesamt haben die Busse bisher über 1,5 Mio km emissionsfrei zurückgelegt. Die Fahrgäste schätzen dabei das geringe Geräuschniveau und das komfortable, ruckfreie Fahrverhalten. Wenn Busse als Massentransportmitel schon an sich als umweltfreundliche Verkehrsmittel gelten und bezogen auf die Personenkilometer die niedrigsten Emissionen aufweisen, - so sind die Brennstoffzellenbusse komplett emissionsfrei.

Die Betreiber schätzen die hohe Verfügbarkeit der Busse auch in den unterschiedlichsten Einsatzszenarien und vor allem die kurzen Betankungszeiten von wenigen Minuten.

EIN MODELL FÜR ANDERE FAHRZEUGTYPEN

Wasserstoff als Energieträger hat dabei den großen Vorteil, dass er aus unterschiedlichen Quellen dezentral hergestellt werden kann. Im Zuge der Energiewende spielt die Speicherung von überschüssiger Energie aus Windenergie und Photovoltaik eine wichtige Rolle zur effizienten Nutzung regenerativer Energien. Mit Strom aus der Photovoltaik kann tagsüber – wenn die Brennstoffzellenbusse unterwegs sind – Wasserstoff erzeugt und abends getankt werden. Ebenso kann mit Strom aus Windenergie in windstarken Zeiten Wasserstoff produziert werden und für mehrere Tage bzw. Wochen zwischengelagert werden.

Derzeit laufen Untersuchungen, die Vorteile der Brennstoffzellensysteme (Schadstofffreiheit kombiniert mit niedriger Geräuschentwicklung und vor allem der großen Reichweite sowie kurze Betankungszeiten) auch für Nutzfahrzeuge im innerstädtischen Bereich verfügbar zu machen.

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